PostHeaderIcon Unterhaltung für IT-Nomaden

Computer spielen statt zu arbeiten hat für IT-Nomaden einen großen Nachteil: die meisten sind freiberuflich beschäftigt. Da macht es nur halb so viel Spaß wie heimlich im Büro während der Arbeitszeit. Bezeichnenderweise heißt einer der größten Anbieter von Browserspielen mit mehr als 15.000 Spielen “games for work”. Browserspiele haben einen großen Vorteil. Sie müssen nicht erst mühsam installiert werden. Das ist wichtig fürs heimliche Spielen im Büro, aber auch angenehm für IT Nomaden. Man verliert keine Zeit mit dem Herunterladen und Installieren und stopft die Festplatte nicht mit Programmen voll, die man möglicherweise nie wieder braucht.

Leider hat JobScout24 gerade das Spiel “Kollegenversenken” eingestellt. Denn da konnten IT Nomaden nachspielen, was ihnen sonst entgeht: Streit mit den Mitarbeitern im engen Großraumbüro. Vom Prinzip her ähnelte das Spiel dem altbekannten “Schiffe versenken”, nur dass statt Schiffe Kollegen versenkt und statt mit Granaten mit Pausenbroten und Lochern gefeuert wurde.
Oft handelt es sich bei den kostenlosen Spielen um Flash-Anwendungen, doch immer häufiger werden Browserspiele auch auf html5-Basis programmiert.

Gegen Andere spielen

Etwas mehr Möglichkeiten als diese sogenannten clientseitigen Spiele bieten serverseitige Browserspiele. Während clientseitige Spiele auch funktionieren, wenn man nach dem Laden der Seite offline geht, brauchen ihre serverseitigen Kollegen den stetigen Kontakt zum Netz. Dank Flatrate für die meisten IT-Nomaden kein Problem. Und diese Spielkategorie macht nicht nur komplexere Spiele möglich, sie erlaubt auch das gemeinsame Spielen mit Anderen. In der Praxis ist die Trennung natürlich nicht ganz so eindeutig. Auch viele Flash-Spiele wie das oben genannte “Kollegenversenken” erlauben das Spielen gegen andere Personen.
Die Qualitätsunterschiede zwischen serverseitigen Browserspielen und klassischen Spielen sind kleiner geworden. Aber wer wie ich die 30 schon hinter sich gelassen hat, wird sich trotzdem bei vielen Spielen in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Da ist beispielsweise “Minenkolonie”, ein Fantasyspiel, das den Spieler zwar immer wieder mit kleinen Filmchen und Grafiken unterhält, zum großen Teil aber aus Text besteht. “Du stehst auf dem Vorplatz zur Burg. Zu deiner Rechten ist der kleine Teich…”, das kennen wir noch aus älteren Spielen, in denen man ebenfalls überwiegend lesen musste und eher zur Unterhaltung einzelne Bilder eingestreut waren. Ein großer Unterschied zu damals ist aber, dass man hier gegen andere Spieler antritt, mit ihnen chatten, sich verbünden oder bekämpfen kann.

Nicht nur spielen

Wem nicht nach spielen ist, der kann sich im Netz natürlich auch auf andere Arten vom Arbeiten abbringen lassen. Unnötig, hier bekannte Portale wie youtube zu erwähnen. Allerdings sollte man kurz noch darauf hinweisen, dass die Amerikaner zwar das bekannteste, aber längst nicht das einzige Videoportal im Netz sind. ProSiebenSat1 betreibt mit MyVideo.de ein eigenes Videoportal, das sowohl nutzergenerierte Clips als auch Produktionen der ProSiebenSat1 Mediengruppe enthält. Die RTL Group betreibt als Konkurrenz dazu clipfish.de und Burda das Portal sevenload.com.
Aber wie gesagt, nachdem IT-Nomaden ja meist auf eigene Rechnung arbeiten, macht das Surfen nur halb so viel Spaß wie im Büro auf Kosten des Chefs.

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